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Kup-Prüfung am 10. Dezember 2009

Am letzten Donnerstag war bei uns im Verein wieder die Gürtelprüfung für Kup-Träger angesagt. Alle Träger eines Gürtels, der keine schwarze Farbe dabei hatte, konnten ihr Können unter Beweis stellen. Natürlich gehört eine Gürtelprüfung zu den Höhepunkten des Trainings.

Andreas und Daniel beim Freikampf Andreas und Daniel beim Freikampf

An diesem Abend begannen, wie üblich, die niedrigeren Gürtelträger mit ihrem Programm. Mit vollem Eifer und jeder Menge Nervosität wurde dem Prüfer Heribert Helfer (4.Dan) das Erlernte vorgeführt. In diesem Leistungsgrad geht es natürlich nur um Grundtechniken. Man muss die ersten Tritte, Blocks und Fausstschläge zeigen. Außerdem muss man die verschiedenen Beinstellungen beherrschen und sie auf Koreanisch benennen können. In Partnerübungen, wie beispielsweise dem Dreischrittkampf, zeigen die Prüflinge ihre Verständnis für Abstände im Kampf und präsentieren erste Anwendungen der gelernten Techniken. Trainer Kai machte die zum Teil noch sehr jungen Taekwondoin (Taekwondo-Betreibende) immer wieder darauf aufmerksam, dass der Kampfschrei, der auf Koreanisch kihap heißt, neben der richtigen Ausführung der Techniken, das wichtigste Element einer Gürtelprüfung ist.

Zwei unserer jugendlichen Prüflinge überzeugten mit ihrerer guten Technik und ihrem Eifer: Felix und Dennis. Auch im Training sind diese beiden, die übrigens oft zusammen trainieren, den Trainers schon einige Male positiv aufgefallen.

Im Laufe der Prüfung wurden die Gürtel immer höher und die geforderten Techniken immer schwieriger. Das erforderte natürlich eine lange und sehr intensive Trainingszeit. Je höher man im Gürtelgrad kommt, umso mehr ist es selbstverständlich, dass die Prüflinge ihre Techniken beherrschen bzw.  immer weiter verfeinert haben. Sie müssen sehr viel mehr Anwendungen ihrer Techniken zeigen. So musste Alexander (nun stolzer Träger des grün-blauen Gürtels) die sehr ästhetische Form Taeguk Sa Jang laufen, die durch ihre vielen Handkanten-Techniken berühmt ist. Ohne ein ausgiebiges Training ist diese Form nicht zu meistern.

Alexander zeigt Naeryo Chagi Alexander zeigt Naeryo Chagi

Eine sehr erfolgreiche Prüfung legte der eben erwähnte Grün-Blau-Gurt-Träger Alexander ab. Die Auszeichnung als Prüfungsbester holte er sich nicht zum ersten Mal und er meisterte die ein oder andere Technik sogar besser als macher Rotgurt. Alexander hatte sich schon vor seiner Taekwondo-Laufbahn für Kampfkünste interessiert und trainierte einige Jahre im Bereich Kickboxen, was ihm im Taekwondo natürlich sehr viele Vorteile bringt. Sein Engagement und motiviertes Training zeichnete sich aus. Gratulation!

 

Mit einem höheren Gürtelgrad kommen weitere Disziplinen hinzu, die man ebenfalls dem Prüfer präsentieren muss. Dazu gehört zum Beispiel die Selbstverteidigung. Für den rot-schwarzen Gürtel kommt eine Selbstverteidigung gegen zwei Angreifer mit Messer und Stock hinzu. Dies erfordert natürlich eine hohe Kenntnis der Techniken und eine absolute Körperbeherrschung. Bei Messerangriffen kann jeder Fehler tödlich enden. Aber auch schon Techniken gegen das Halten am Handgelenk oder Würger müssen gelernt sein. Durch unser besonderes Training der realistischen Selbstverteidigung, insbesondere durch Trainer Martin, sind unsere Schüler sehr gut für die Prüfung vorbereitet.

Pratze Pratze

Die Prüflinge zeigten dem Prüfer außerdem noch, wie effektiv ihre Techniken sind und das diese auch eine Wirkung haben. Die niedrigeren Gürtelträger taten dies durch ein kraftvolles Pratzentraining, wo harte Schläge im Sekundentakt durch die Halle klangen. Auch den Zuschauer gefiel das.

Ab der Prüfung zum blauen Gürtel müssen Taekwondoin in ihrer Prüfung einen oder mehrere Bruchtests ablegen können. Auf Koreanisch heißt diese Disziplin kyeokpa und bezeichnet das zerschlagen von Brettern. Jugendliche haben eine Brettstärke von 1 cm, Frauen 2 cm und Männer 3 cm. Der Bruchtest stellt aber im Allgemeinen in keiner Prüfung, außer der zum schwarzen Gürtel, ein Problem dar und wurde bisher immer mit Freude durchgeführt. So auch bei dieser Prüfung.

Alles in allem war die Prüfung sehr durchwachsen. Es gab äußerst gute Leistung und es gab auch Leistungen, die etwas besser hätten sein können. Bestanden haben dennoch alle Teilnehmer und das zählt im Moment erst einmal. Jetzt nicht vom Training aufhalten lassen und los in die nächste Runde! Auf ein gutes weiteres Training.

 

 

Die Taekwondo-Abteilung gratuliert allen Teilnehmern zur bestandenen Prüfung!

 

 

 

 

Nach einer Prüfung darf natürlich nicht unser traditionelles Zusammenkommen in der SSC-Gaststätte fehlen, bei der Prüflinge, Trainier, Eltern, Freunde und Bekannte immer herzlichst eingeladen sind. In diesem Sinne: zum Wohle!